Fineco | Eine Reminiszenz an die italienischen Momente im Leben

Ähnlich wie Swissquote in der Schweiz oder Nordnet in Skandinavien ist Fineco seit der New Economy und Dot-com Ära Ende 1990er Jahre der führende Online-Broker in Italien. Anfangs ein selbständiges Haus, ist die FinecoBank S.p.A. heutzutage teil der UniCredit Banking Group, welche 30% ihrer Fineco Anteile Anfang Juli 2014 an der Mailänder Börse notieren ließ. Einen anderen Exit suchte UniCredit indes für den deutschen Online-Broker DAB, dessen Anteil von 81,39% kürzlich an die französiche BNP, Mutter von ConSors, verkauft wurde.

Trotz maroder Wirtschaftslage in Italien, sehen die Halbjahreszahlen im Vergleich zum Vorjahr schon mal vielversprechend aus, mit einem Wachstum in zweistelligen Prozentbereich bei Umsatz und Gewinn. Da Marktteilnehmer mit einen Wiedererstarken der europäischen Peripherie rechnen, sollte man mit Fineco eigentlich in der ersten Reihe sitzen, wenn es wieder bergauf geht in Italien. Ein Versuch wäre es wert.

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Dies ist keine Kauf-/Verkaufsempfehlung! Der Autor, sowie die five-alive AG, bieten keine Finanzdienstleistungen an. Der Autor, oder ihm nahestehende Personen oder Institutionen halten derzeit keine Aktien der oben genannten Unternehmen, planen aber Transaktionen in den nächsten 48 Stunden.

OHB | Nachbestellung i.S. Galileo?

Eigentlich müsste der OHB Kurs ja eher steigen, als fallen. Wenn die ESA die Galileo-Satelliten in der falschen Umlaufbahn aussetzt, ist das zum einen nicht der Fehler von OHB und zum anderen für die die Betreiber von Galileo eine missliche Situation, da sie hier Ersatz schaffen müssen, wollen sie keine Versorgungslücken in ihrem Navigationsnetz zulassen. Also müsste hier eigentlich ein Auftrag für Ersatzbeschaffung bei OHB eingehen. Warten wir mal ab, ob dem so ist. Für einen Kursabschlag bei OHB wegen der Laufbahn-Panne ist aus meiner Sicht jedenfalls kein Anlass gegeben.

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In Zeiten der Überregulierung muss ich mir mal angewöhnen, darauf hinzuweisen, dass dies keine Kauf-/Verkaufsempfehlung ist und der Autor, sowie die five-alive AG, keine Finanzdienstleistungen anbietet. Der Autor, oder ihm nahestehende Personen oder Institutionen halten derzeit Aktien der oben genannten Unternehmen. Interessenkonflikt besteht ggf. auch durch eine entsprechende Aktienposition im vom Autor betreuten five-alive – und Nordlichter wikifolio.

five-alive | Opfer des eigenen Erfolges

Neben den schon erwähnten Notar- und Anwaltskosten in Sachen Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) und Family Office, holten uns dieser Tage, nicht ganz unerwartet, auch noch die Erfolge unserer Vergangenheit ein. Und zwar in Form von Steuerbescheiden.
portfolio
Die nicht ganz unerheblichen Summen für Körperschaft- und Gewerbesteuer, zuzüglich ordentlich erhöhter Vorauszahlungen, zogen unsere Performance optisch etwas in Mitleidenschaft. Ohne diese Belastungen wäre der innere Wert [NAV] je five-alive portfolio Aktie um einiges höher und läge bei ungefähr einem Euro. Das operative Ergebnis hat also nicht ganz so arg gelitten, wie uns der Chart dies glauben lassen will.

Wir sind mit der aktuellen Depotzusammensetzung recht zufrieden und schauen optimistisch in die Zukunft, zumal es sich bei den Notar- und Anwaltskosten um einmalige Aufwendungen handelt. Leider führten die eingangs genannten Ereignisse und deren Folgen zwischenzeitlich zu massiven Anforderungen an unsere Liquidität, was uns dazu zwang, uns von einigen Positionen, wie z.B. GoingPublic Media oder sino AG zu trennen.

McDonalds ($MCD) | Ist ein Kurzziel von 60 U$ vermessen?

McDonaldsIst ein Kursziel von 60 U$ für McDonalds ($MCD) vermessen? Dort jedenfalls könnte die Aktien dann wieder auf ihren Basistrend treffen. Und der besteht immerhin schon seit 1970! Da waren viele der heutigen Investoren vermutlich noch nicht mal geboren.

Für die Chart-Techniker: Die Trendlinie beginnt im Mai 1970 bei 18 US-Cent, steigt mit 13,5 Prozent pro Jahr, wurde fünf Mal getestet, und verläuft heute bei ca. 54 US-Dollar, gut 40% unter dem aktuellen Kursniveau.

Eigentlich bin ich ja ein McDonalds Freund, lese Gerade McDonald’s: Behind The Arches
und esse auch ab und an mal ganz gerne einen Hamburger bei McDonalds, dem “schottischen Feinschmeckerrestaurant”. Aber die Aktie ist was für Kostverächter. Seit Ende 2011 meandert sie in einer Tradingrange zwischen 85 und 103 U$.

McDonalds
McDonald´s (MCD) 1970 – 2014 Chart: Market Maker

Fundamental läuft es auch irgendwie harzig, was diverse Enttäuschungen bei den letzten Quartalsergebnissen zeigen. Und so muss man sich fragen, ob die hohe Bewertung derzeit wirklich noch gerechtfertigt ist. Bei einem Kurs von gut 93 U$ und einer Konsensschätzung von 5,62 U$ bzw. 6,09 U$ Gewinn p.a für 2014 und 2015 kommt man auf ein stolzes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16,5 respektive 15,3 pro Aktie, bei einem Gewinnwachstum von 8,3 Prozent. Das vor drei Monaten die Schätzungen für den jährlichen Gewinn je Aktie noch deutlich höher lagen, nämlich bei 5,76 U$ für 2014 und 6,25 U$ für 2015, kommt erschwerend hinzu.

Und auch die Dividendenrendite ist mit 3,2% bei 3,24 U$/Aktie im heutigen Umfeld nicht gerade ein Highlight. Man findet heute durchaus auch solide Werte mit einer Dividendenrendite von fünf Prozent und mehr.

Um bei gleichbleibender Dividende auf eine Rendite von fünf Prozent zu kommen, müsste der Kurs bei 64 U$ liegen. Ähnliches gilt in Hinblick auf das KGV . Bei einem angenommenen Gewinnwachstum von rund 8%, sollte das KGV auch im einstelligen Bereich liegen. Unterstellt man eine gewisse Solidität und Gewinn- und/oder Dividendendynamik, darf man auch etwas mehr bezahlen und ein KGV von gut 10 anpeilen, um einen lukrativen Einstiegspreis zu erhalten. Das bedeutet von derzeitigen Kursniveau mit einem KGV von 15-16 einen Abschlag von rund einem Drittel, womit wir auch nach dieser Betrachtung bei rund 62 U$ wären. Also: Ist ein Kursziel von rund 60 U$ für McDonalds vermessen?

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In Zeiten der Überregulierung muss ich mir mal angewöhnen, darauf hinzuweisen, dass dies keine Kauf-/Verkaufsempfehlung ist und der Autor, sowie die five-alive AG, keine Finanzdienstleistungen anbietet. Der Autor, oder ihm nahestehende Personen oder Institutionen halten derzeit keine Aktien der oben genannten Unternehmen und planen keine Transaktionen in den nächsten 48 Stunden. Interessenkonflikt besteht lediglich durch eine entsprechende Aktienposition im vom Autor betreuten five-alive wikifolio.

freenet | von nun an bergauf

Ende letzter Woche hatten wir eine Limitorder zum Kauf von freenet Aktien aufgegeben. Der Kurs von freenet hatte dann jedoch knapp 10 Cent über unserem Limit wieder gen Norden gedreht, so dass wir die Order manuell abändern mussten und zu rund 19 EUR freenet Aktien für die wikifolos zukaufen bzw. für unser five-alive portfolio wieder neu einkaufen konnten.
freenet

freenet ist für uns weiterhin ein attraktives Basisinvestment mit Langfristcharakter, das schon aufgrund seiner Dividendenrendite unsere Aufmerksamkeit genießt. Allerdings ist diese endlich. Weitere schlechte Nachrichten, die ggf. auch die Dividende gefährden könnten oder zum Bruch der Aufwärtstrendlinie führen, an welcher wir gerade erfolgreich gen Norden abgeprallt sind, würden unsere Einstellung zu freenet in Frage stellen.

Auch wenn uns der Quartalsausweis etwas enttäuschte, haben wir unseren Zukauf bei freenet bisher nicht bereut. Schließlich gibt uns das Kursplus seit Montag, 4. August 2014, recht, und die derzeit genannten Kursziele von rund 27 EUR decken sich mit unseren eigenen Analysen, welche für 2014 und 2015 von einem Gewinn pro Aktie von 1,91 EUR bzw. 1,96 EUR ausgehen und eine Dividende von 1,50 EUR/Aktie erwarten, was einer Rendite von derzeit rund 7,9 Prozent entspricht.

Nachdem freenet die Chancen, die sich durch den o2/ePlus Deal ergaben, ungenutzt verstreichen ließ, ist vielleicht die Expansion in neue Märkte eine Option. Bei der schweizer mobilezone gab es kürzlich mit dem Teilrückzug der Familie Lehmann Veränderungen im Vorstand und Aktionariat, welche einem solchen Ansinnen entgegen kämen.



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StockTwits | Börsenbarometer via Kurznachrichten

Sicher muss man nicht jedem Trend hinterher laufen, aber manchmal ist es eben doch die Technik, die begeistert. So wie zum Beispiel im Falle von StockTwits, den auf twitter basierenden Börsenbarometer.
StockTwits

Als StockTwits seinerzeit eingeführt wurde, waren Funktionen und Nutzen noch nicht so ansprechend. Eine gefühlte Ewigkeit später ist Social Trading aber en vogue und Twitter eine Haushaltsmarke wie “Tempo” oder “zewa wisch”.
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five-alive | we are family

Im Vorgriff auf die noch ausstehende Stellungnahme der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) haben die Unternehmen der five-alive Gruppe, namentlich die five-alive AG und die five-alive portfolio AG ihr Aktionariat angepasst und beide Unternehmen zu 100% in Familienbesitz überführt.
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China in your hand

T’PAU’s “China in your hand” – oder im Internet-Zeitalter “on your screen”, kommt einem in den Sinn, wenn man sich die neusten Ableger deutscher Kapitalmarktportale und -verlage ansieht. Nachdem die GoingPublic Media AG bereits im August 2013 zum Halali im Reich der Mitte bliess, zieht Boersengefluester jetzt nach, und stellt mit “Chinagefluester” seinen neusten Dienst vor. Chinagefluester
Bild: Chinagefluester

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five-alive | investor – unsere BlackBerry App

BlackBerry WorldUnsere BlackBerry App “five-alive | investor” bringt Nachrichten aus den Bereichen ‘Börse’, ‘Mobile Investing’ und ‘Mobile Business’ im Allgemeinen, sowie über five-alive und deren Dienste im Speziellen, inkl. twitter und blog, in Deutsch und Englisch, direkt auf den BlackBerry. Die App ersetzt die ältere Version ‘five-alive investor’ und ist kostenlos in der BlackBerry World erhältlich.

Samwer-Brüder | Rubikon für Kinnevik längst überschritten

Das Blätterrauschen rund um die möglichen Börsengänge der Samwer-Brüder nimmt zu – die Skepsis aber auch, wie man exemplarisch am aktuellen manager magazin 7/2014
sehen kann.

five-alive hatte bereits früh reagiert und mit dem Artikel “Millicom | kein so klarer Kauf” im April 2013 frühzeitig gewarnt. Weiterlesen