Online-Broker | ein kleiner Vergleich

BörseDie durchschnittliche Depotgröße bei comdirect liegt laut Februar-Zahlen bei 37.000 EUR. Nordnet, der Marktführer in Skandinavien, kommt auf 42.000 EUR/Depot. Und der Schweizer Leader Swissquote kommt laut Präsentation zum Jahresabschluss sogar auf eine Einlage von 59.000 EUR/Tradingkonto zum Jahresende.

Ob die Begründung für die Differenz nun bei den vermeintlich reichen Schweizern zu suchen ist, oder eher beim Stichwort Fluchtgeld bzw. sicherer Hafen, bleibt dabei offen und ist nicht weiter belegt. Aussagekräftiger für potentielle Investoren sind da schon eher die anderen Kennzahlen, wie etwa das KGV oder die Dividendenrendite.

comdirect ist eher konservativ aufgestellt, was das Service-Angebot und somit die Zielgruppe angeht. Mit einem seichten Kursverlauf, der erst zum Jahreswechsel 2015 so richtig in Schwung kam, und einer attraktiven Dividendenrendite von über vier Prozent, ist nicht nur die Zielgruppe der Kunden, sondern auch die der Investoren als eher konservativ zu beschreiben.

Swissquote ist gewiss kein Billigheimer, bietet aber für Trader diverse Features und extra Dienste für Forex-Trader und Derivate-Freaks. Die Aktie hatte bisher eher zyklischen Charakter, sollte aber dank anstehender Kooperationen (z.B. PostFinance) und Diversifikationen in weitere Geschäftsfelder (Vorsorge, Bausparen etc.) künftig zunehmend stabile Ergebnisse liefern. Weiteres Research zu Swissquote findet sich hier.

Das Beste aus beiden Welten vereint wahrscheinlich Nordnet auf sich. Das Preismodell und Service-Angebot von Nordnet lockt besonders aktive Anleger, sog. Heavy Trader. Aber auch die Angebote für Vermögensaufbau und Altersvorsorge sind bei den Nordlichtern politisch bedingt weit ausgebaut, was man auch am Aktienkurs ablesen kann. Dieser verlief in den letzten Jahren zwar volatiler als bei comdirect, aber dafür auch deutlich erfolgreicher als bei den Eidgenossen. Denn während die Schweizer noch in den Ausbau ihrer Geschäftsfelder investierten, setzten die Schweden schon auf Effizienz und schlossen u.a. ihre Niederlassungen in Deutschland und Luxemburg.

Online-Broker
Chart: Market Maker

Alle drei Werte sind auch in Sachen FinTech sehr aktiv und für Anleger auch unter diesen Gesichtspunkt attraktiv. Konservative Dividendenjäger sind bei comdirect gut aufgehoben. Allerdings empfiehlt es sich aufgrund der jüngsten Rally, hier auf Rücksetzer für den Einstieg zu warten. Der Dividendenabschlag Anfang Mai dürfte beispielsweise eine solche Gelegenheit bieten. Antizyklische Anleger setzen darauf, dass sich die zurückliegenden Investitionen bei Swissquote langsam bezahlt machen und könnten das derzeitige Kursniveau zum Einstieg nutzen. Allen anderen sollte Nordnet ein Blick wert sein.

comdirect  Swissquote Nordnet
Währung in EUR in CHF in SKR
Einlage/Depot in € 37.000 59.000 42.000
Einlage/Depots 37.000 62.900 384.200
Einlagen 63.880.000.000 10.500.000.000 166.200.000.000
Depots 1.725.183 166.941 432.600
Kurs 12.03.2015  9,25 EUR  27,50 CHF 31,20 
Gew./Aktie 2016*  0,46  1,86  1,92
KGV 2016* 20,11  14,78  16,25 
Dividende 2016*  0,40  0,60 1,00 
Div. Rendite 2016* 4,32%  2,18%  3,21% 

*   = Geschätzt, five-alive research

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Der Autor, oder ihm nahestehende Personen oder Institutionen halten derzeit Aktien der oben genannten Unternehmen.
Swissquote | derzeit gehalten im five-alive portfolio
comdirect | derzeit gehalten im Nordlichter wikifolio

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Dieser Artikel erschien zuvor als Gastbeitrag für das Schweizer Anleger-Portal ErfolgreichInvestieren.ch

Image: fotolia

Opera Software ASA | Kommentare und Fragen

Opera SoftwareDanke für die konstruktiven Kommentare und Fragen zu meiner kürzlich auf five-alive, ErfolgreichInvestieren.CH, wallstreet:online und wikifolio publizierten Research-Note zur norwegischen Browser-Schmiede Opera Software ASA. Da die Antworten ggf. auch andere Leser und Investoren interessieren könnten, möchte ich hier zentral auf die Kommentare und Fragen eingehen, die mich via eMail, twitter oder wallstreet:online erreicht haben.

An dieser Stelle sollten wir vielleicht noch mal überlegen, die Kommentierfunktion auf five-alive, allen Spam zum Trotz, wieder zu aktivieren.Was somit geschähen ist. Aber jetzt zu den Kommentaren und Fragen. Eine Auswahl: Weiterlesen

BlackBerry | totgesagte leben länger

Gleich zwei neue Geräte hat der kanadische Smartphone-Veteran BlackBerry anlässlich des Mobile World Congress, kurz MWC, in Barcelona bisher vorgestellt. Zum einen ein fünf Zoll Touchscreen-Gerät mit virtueller Tastatur, dass etwas an den BlackBerry Z3 für den asiatischen Markt erinnert und als BlackBerry Leap vorgestellt wurde, zum anderen den BlackBerry Slider. Bei diesem Gerät lässt sich eine physische Tastatur aus dem Gerät schieben, wie man auf twitter-Schnipsel sehen kann.

Die ersten Reaktionen auf beide Geräte sind durchweg positiv, was auch den Aktienkurs auf die Sprünge helfen sollte, welcher rein charttechnisch sowieso gerade recht einladend aussieht.

BlackBerry gehört zur Grundausstattung der five-alive wikifolios und ist sowohl im “five-alive” wikifolio, als auch im “five-alive plus” – und im “five-alive wireless” wikifolio als Aktie enthalten. Für das “five-alive plus” Musterdepot wurden aufgrund der Neuvorstellungen noch Optionsscheine hinzu gekauft.

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Dieser Artikel erschien zuvor als Kommentar zum wikifolio “five-alive” und “five-alive plus”.

five-alive wireless | MWC und iWatch dürften beflügeln

MWC15Die kommenden acht Tage dürften ziemlich spannend werden für Anwender, Entwickler und Investoren im “Mobile Business”, und somit auch für das ohnehin gut laufende five-alive wireless wikifolio, dem Mobilfunk-Musterdepot auf wikifolio. Denn vom 2. bis 5. März 2015 findet in Barcelona der Mobile World Congress (MWC) statt, die Weltleitmesse in Sachen Mobilfunk, Smartphones und Apps.

Eine Woche später, am 9. März 2015, lädt Apple die iPhone-Junkies dieser Welt nach San Francisco, wo aller Voraussicht nach die sagenumwobene iWatch präsentiert wird. Es bleibt also spannend – für Fans, wie für Investoren.

Einen kleinen Vorgeschmack, auf das, was uns erwartet, gibt es hier:

Mobile World Congress | The Edge of Innovation

Der Mobile World Congress 2015 | featured #MWC15

Live aus Barcelona: Samsung Unpacked | featured

Samsung Unveils Galaxy S6 to Answer iPhone 6 – WSJ

Live von der HTC Pressekonferenz | featured

Nokia Networks | Virtual Tour of Mobile World Congress 2015

iWatch wird neuer Zündschlüssel | Aktien News | Börse Aktuell | boerse.ARD.de

MWC15-728x90-banner1

Wie die Schweizer mobilezone am Sonntagabend meldet, können die Geräteneuheiten Samsung Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge sowie HTC One M9 ab sofort bei mobilezone vorbestellt werden. Die kostenlose Registration ist über reservation.mobilezone.ch oder direkt im mobilezone-Shop möglich.

Weitere Informationen zum Thema “Mobile Business” gibt es bei mobile zeitgeist.
Das five-alive wireless Musterdepot findet man auf wikifolio.com

Image: GSM Association

wallstreet:online | zwischen Squeeze -Out und Kursrakete

w:oDie Aktien der Berliner wallstreet:online AG, nach eigenen bekunden Deutschlands führende Finanz-Community, mäandert derzeit irgendwo zwischen Squeeze-Out und Kursrakete. Die Marktenge und ein Minimum an öffentlicher Wahrnehmung in Bezug auf die Aktie, lässt bei wallstreet:online beide Extreme zu. Nun ist Herr Kolbinger, Vorstand und Gründer von wallstreet:online (w:o) dieser Tage erst 40 geworden – Happy Birthday auch von dieser Stelle – und hat sicher noch einiges vor, so dass ich spekulativ auf letzteres hoffe, also den Erhalt der Börsennotiz und eine positive Geschäftsentwicklung bei hoffentlich steigenden Kursen.

Die Vorzeichen dazu sehen jedenfalls nicht schlecht aus. Neben diversen Verbesserungen der Webseite, welche sich allerdings oft für den Nutzer unsichtbar im Backend (Datenbankanbindung, Serverlandschaft, Redaktion etc.) abspielen, wurde auch eine Smartphone-App entwickelt, die nach meinen subjektiven Dafürhalten modern und übersichtlich daher kommt, und schon einiges an Nutzwert für die w:o Nutzer an Bord hat, auch wenn die meines Erachtens nach wichtige Watchlist-Funktion noch fehlt. Außerdem hat Herr Kolbinger, Vollblut-Börsianer der er nun mal ist, die ersten Wochen des Jahres dazu genutzt, um sich mit so ziemlich jeden namhaften Akteur am Finanzmarkt, der nicht eh schon in seinem Adressbuch stand, via Xing zu vernetzen und so sein Netzwerk und die Reichweite von w:o auszubauen. Es sollten also demnächst weitere Kooperationen mit Banken oder Finanzmedien publik werden, bei welchen w:o als Content-Lieferant agiert. Die derzeit gute Börsenstimmung und die versiegenden Zinsquellen sollten dem Anleger-Portal ohnedies in die Hände spielen.

Erwähnenswert ist vielleicht auch noch eine Personalie bei w:o. Mit Sven Boschert verstärkt seit Anfang Februar ein alter Weggefährte Kolbingers den Vorstand. Boschert verfügt über profunde Kenntnisse in der Online-Wirtschaft und hat schon andere Projekt aufgezogen. Das durch die stärkere Involvierung Boscherts der Free Float der Aktie leidet, steht nicht zu befürchten, da er schon länger im Dunstkreis Kolbingers aktiv ist und genügend Zeit hatte, sich entsprechend zu positionieren. Da offiziell und auf Anfrage keine Beteiligung bekannt ist, müsste sein Engagement entweder unter der Meldepflicht von drei Prozent der Stimmrechte bzw. Aktien liegen oder aber das Interesse tendiert gegen Null, was nicht gerade für die Aktie bzw. die Motivation des Co-Vorstand sprechen würde.

Die Anstrengungen von André Kolbinger und seinen Mitstreitern sind unübersehbar und dazu angetan, die wallstreet:online AG wirtschaftlich voran zu bringen. Ob das auch den freien Aktionären nützt, ist hingegen nicht so sicher. Die wallstreet:online AG ist ein Familienunternehmen mit Börsennotiz. Auch wenn ich eigentlich ein Fan von eigentümergeführten Unternehmen bin: Familie Kolbinger hält nach wie vor rund 75% der Anteile. Da zum einen die Marktkapitalisierung mit 3,7 Mio. Euro recht gering ist und zum anderen ein externer, einflussreicher Investor fehlt, der auf entsprechende Kurspflege achtet, besteht die Gefahr, dass die Interessen der Familie deutlich im Vordergrund stehen, so dass eine entsprechende Verteilung der Mittel oder gar ein Delisting oder Squeeze-Out nicht ganz abwegig ist. Etwas mehr Free Float oder Marktkapitalisierung bei der Aktie, und mehr Aufmerksamkeit durch Finanzmedien und Analysten würden hier ggf. Abhilfe schaffen.

w:o chart

Chart: Market Maker

Über die Markttechnik muss man bei einem so marktengen Wert wie w:o keine großen Worte machen, da die Aussagekraft bestimmter Chartmuster hier mit Vorsicht zu genießen ist. Interessanter sind da schon einige fundamentale Details. So ist die Eigenkapital-Quote zum Halbjahr 2014 mit 87 Prozent mehr als beachtlich. Zum Halbjahr 2013 lag die Quote noch bei ebenfalls beachtlichen 75%. Hier machte sich der massive Schuldenabbau bemerkbar. Bewertet wird die Aktie derzeit mit dem 2,3-fachen des Eigenkapitals und dem 24-fachen des für 2015 erwarteten Gewinns pro Aktie von 0,02 Euro. Das Vorjahr schloss w:o mit einem Verlust von rund 0,004 EUR/Aktien ab, bei einem Umsatzanstieg um 60.000 EUR bzw. 2,7%. Die offiziellen Zahlen für 2014 liegen noch nicht vor. Ein Schnäppchen sieht anders aus. Wer aber antizyklisch die Perlen am Grund auflesen möchte, kann hier eine Wette auf Social Trading und Crowdinvesting mit reichlich Kursphantasie eingehen.

Image: wallstreet:online AG

Opera | Rußlandkrise im Handyformat

Opera SoftwareVierundvierzig Prozent stürzte die Aktien der Opera Software ASA (Opera), der norwegischen Browser-Schmiede, vorgestern in die Tiefe. Fast die Hälfte des Firmenwertes wurde nach Vorlage der Zahlen für 2014 ausradiert. Opera hätte schon Pleite gehen müssen, um eine solche Überreaktion zu rechtfertigen. Dementsprechend ging es gestern auch um bis zu 15% wieder steil bergauf.

Was war passiert? Opera hatte zum einen die Erwartungen der Analysten für 2014 und 2015 verfehlt und zum anderen die eigenen Erwartungen für 2015 auch noch reduziert. Eine Gemengelage, die bei einen Nebenwert wie Opera, den nur wenige Analysten beobachten, schon drastische Folgen haben kann.

Zum einen haben die Analysten im Konsens einen höheren Gewinn für 2014 erwartet, zum anderen lag die Konsensschätzung für den Umsatz in 2015 bei 765 Mio. U$, wohingegen Opera die eigenen Prognosen noch mal von 670 auf 630-650 Mio. U$ revidierte. Eine Schätzung, die der Finanzvorstand als “pretty careful” bezeichnete. Sehr vorsichtig geschätzt sind auch die Erwartungen, die Opera hinsichtlich des Gewinns hat. Hier wurden die eigenen Prognosen von zuvor 180 Mio. U$ auf nun 130-150 Mio. U$ reduziert.

Als Grund für das verfehlte Ergebnis in 2014, sowie für den bescheidenen Ausblick auf 2015 wurden maßgeblich die Ereignisse in der Ukraine und die damit einhergehenden Wirtschaftssanktionen in Russland genannt. Russland und die Ukraine sind die zwei größten Märkte für die Opera Browser, und somit für die daraus resultierenden Umsätze bei mobiler Werbung und App-Verkäufen. Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen belasten auch die Wechselkurse, namentlich der schwache Rubel und der schwache Euro, die Bilanz. Denn Opera sitzt in Norwegen, bilanziert aber in US-Dollar. Für das schwache 2014er Ergebnis wurde noch ein einmaliger Sondereffekt verantwortlich gemacht, nämlich die Abschreibung des 2013 übernommenen Mobile-Video-Spezialisten Skyfire.

Aufgrund der kriegsbedingten Wirtschaftsschwäche in den Hauptabsatzmärkte, sowie der ungünstigen Währungssituation, geht man also von rückläufigen Umsätzen aus. Auch wenn sich diese Szenarien schnell ändern können – zum Guten, wie zum Schlechten – sollen jetzt die Fakten, sprich: die Zahlen betrachtet werden.

Obgleich die Dynamik etwas nachließ, ist das Eigenkapital(EK) in den letzten Jahren stetig gewachsen. Selbst 2014 legte das EK noch um gute 17% p.a. zu. Das die EK-Quote dabei von 59% in 2013 auf nur noch 45% in 2014 absackte ist misslich, aber immer noch ein stolzer Wert. Allein das Eigenkapital macht 2,56 U$ pro Aktien aus, welche derzeit bei umgerechnet 8,05 U$ notiert.

Opera-Crash
Chart: Market Maker

Der 2014er Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird von Opera mit -0,424 U$ angegeben. Eine herbe Enttäuschung, die mit Blick auf den Ukraine-Konflikt und die derzeitigen Währungsverzerrungen so aber weder vom Management noch von den Analysten vorhersehbar war. Ausgehend von den gestern gegeben Ausblick aufs laufende Geschäftsjahr darf der Anleger 0,94 U$/Aktie erwarten – und das wurde von Erik C. Harrell, CFO bei Opera, sehr konservativ geschätzt. Allerdings nur auf EBITDA Basis, ohne Berücksichtigung der Options-Programme oder etwaiger Akquisitionskosten (man beachte das wirklich Kleingedruckte). Zieht man daher noch mal grob geschätzt 33% ab, um auf einen Gewinn pro Aktie zu kommen, erhält man 0,63 U$/Aktie. Sollte Opera die alte Dynamik wiederfinden, darf für 2016 ein Gewinnzuwachs von wenigstens 20% erwartet werden, was ein Gewinn pro Aktie von 0,76 U$ entsprechen würde. Damit wäre die Aktien der Opera Software ASA aktuell mit dem 12,7 bzw. 10,6 fachen Ihres Gewinns bewertet, was bei entsprechenden Geschäftsverlauf ein Erreichen der alten Höchststände erlauben würde. Sollten die diversen Krisen aber anhalten oder sich gar verschärfen, sind alle Analysen vergebens und wiederholte Verluste nicht ausgeschlossen.

Auf dem derzeitigen Niveau ist Opera wieder einen Blick wert, auch wenn einzelne Rückschläge zur Auslotung der Tiefstständen nicht ausgeschlossen werden können und als Kaufgelegenheit genutzt werden dürfen. Mehr über die einzelnen Geschäftsfelder von Opera zeige ich in meinen Artikel “Opera Software ASA | An Almost All-in-one Investment” auf, welcher 2013 für Seeking Alpha in Englisch geschrieben wurde.

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Der Autor bzw. die von ihm betreuten wikifolios halten Aktien der Opera Software ASA.

Dieser Artikel erschien auch als Diskussionsbeitrag für die Finanz-Community wallstreet:online, sowie in Auszügen beim Schweizer Anleger-Portal ErfolgreichInvestieren.CH

Image: Opera Software ASA

five-alive wireless | jetzt mit Ferratum, Sunrise und Opera

five-alive wirelessWie zuvor via wikifolio-Kommentar angekündigt, wurde das “five-alive wireless” Musterdepot nach dem Erfolgreichen Börsengang von Ferratum und Sunrise von zuvor 25 auf jetzt 30 Positionen erweitert. Außer den bereits erwähnten Neuzugängen, ist nun auch Opera Software mit an Bord, die zuvor via wikifolio nicht investierbar waren. Abgerundet wird das Quintett durch einen alten Bekannten – Telefonica Deutschland, auch bekannt als O2 Germany – sowie durch die französische Parrot, welche sich mit Freisprecheinrichtungen einen Namen gemacht hat und nun auch im Bereich ziviler Drohnen aktiv ist.

Die bisherigen Positionen im börsennotierten “five-alive wireless” wikifolio wurden entsprechend um jeweils rund 20% gestutzt, um liquide Mittel für den Zukauf der genannten fünf Neuzugänge zu haben.

Zu Ferratum, den finnischen Anbieter mobiler Kleinkredite, sowie zum Schweizer Mobilfunkprovider Sunrise, wurde in den letzten Tagen im Zuge der entsprechenden Börsengänge in Frankfurt und Zürich genug berichtet, so dass eine weitere Vorstellung der Unternehmen an dieser Stelle entfällt.

Eine umfangreiche Analyse zu Opera Software ASA gibt es hier:
Opera Software ASA | An Almost All-in-one Investment
Ein Update ist in Planung gibt es hier.

E*TRADE | im Westen geht die Sonne auf

ETRADENachdem E*TRADE in Rahmen seiner Konsolidierungsbemühungen seine Auslandstöchter Ende 2009 versilberte – E*Trade Germany ging damals an die biw Bank und wurde als ViTrade, einen Ableger von flatex, weitergeführt, andere Europäische Ableger verschwanden ebenso von der Bildfläche – wurde im Nachgang auch die Kontoführung für ausländische Kunden bei der US-Mutter wegen der mutmaßlich höheren Verwaltungsaufwendungen eingestellt. Mittlerweile scheint sich aber die Gesinnung etwas gewandelt zu haben und die E*TRADE-Führung folgt dem Geld gen Westen, weg vom wirtschaftlich strauchelnden Europa, hin zum prosperierenden Asien. Und so finden sich auf den E*TRADE-Seiten nun zwar keine Angebote für Europäer, wohl aber für Kunden aus Hong Kong und Singapur. Auch E*TRADE Australia ist noch online, gehört aber längst nicht mehr zur amerikanischen E*TRADE Corporation.

Wer dennoch einen Online-Broker in den USA sucht, wird bei TD Ameritrade und Interactive Brokers fündig. Weitere Informationen für international agierende Anleger bietet unter anderem “The International Investor”.

Image: Wikimedia.org

five-alive wikifolio | Führungswechsel

wikifolioDas Unvermeidliche ist geschähen: das erst im September 2014 gestartete five-alive plus wikifolio hat das ältere, per 02.01.2014 aufgelegte five-alive Musterdepot beim Wertzuwachs nach nur fünf Monaten überholt. Momentan liegt das eher konservativ aufgestellte five-alive wikifolio mit einer Performance von 10.0 Prozent seit Auflegung im Plus. Das spekulativere five-alive plus wikifolio zog heute Abend erwartungsgemäß mit einer Gesamtperformance von 10.6 Prozent daran vorbei. Absehbar war dies, da das five-alive plus wikifolio im Gegensatz zum five-alive wikifolio auch in Optionsscheine investieren darf. Diese machen derzeit 27% des five-alive plus Musterdepots aus. Die auf die genannten Musterdepots aufgelegten Zertifikate entwickelten sich dementsprechend positiv.

Hier gibt es mehr Informationen zum wikifolio “five-alive” und “five-alive plus”.

McDonald´s | Der Kapitän verlässt die Brücke …

McDonald´s… bevor das Schiff sinkt. Erinnert irgendwie an die “Costa Concordia”, ist in diesem Falle aber eher im Sinne der Passagiere, sprich Aktionäre. Nach Rund drei Jahren übergibt Don Thompson am 1. März 2015 das Ruder an Steve Easterbrook.

Als Thompson 2012 ans Ruder kam, übernahm er einen Dampfer, der flott unterwegs war. Seit seiner Amtsübernahme treibt das Dickschiff nun aber eher richtungslos umher, pendelt die Aktie in einer Trading Range zwischen 85 und 104 US-Dollar, nachdem sie zuvor eine atemberaubende Rally, beginnend bei rund 13 Dollar in 2003, hingelegt hatte. Ob es nun am CEO oder am Zeitgeist lag, möchte ich mal dahingestellt sein lassen. Interessanter wird sein, ob der neue Mann an der Spitze das Zeug hat, den Kahn rum zu reißen und wieder flott zu machen. Was man so liest, ist Steve Easterbrook ein mit allen Wassern gewaschener Fahrensmann in der Fastfood-Branche und bring reichlich Erfahrung mit.

Da die Aktie sich derzeit am unteren Rand ihrer Trading Range befindet, ist die Meldung über einen Vorstandwechsel durchaus dazu angetan, einen Richtungswechsel beim Kurs auszulösen und die Aktie wieder gen Norden steigen zu lassen. Wir belassen unsere erst jüngst wieder eingekauften McDonald´s Aktien im five-alive portfolio und den five-alive wikifolios und hoffen auf bessere Kurse. Denn abwerten will McDonald´s scheinbar nicht, wie ich schon mal an dieser Stelle feststellte. Denn Gelegenheit gab es in den letzten drei Jahren genug.

McDonald´s $MCD | the CEO message came at the right time. The share just reached the lower edge oft its trading range and is ready to rise

— five-alive (@five_alive) Jan. 29 at 12:42 PM

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Dieser Artikel erschien zuvor als Kommentar zum wikifolio “five-alive” und “five-alive plus”. Beide Musterdepots sind investierbar.

Dieser Artikel erschien auch als Diskussionsbeitrag für die Finanz-Community wallstreet:online.

Image: McDonalds