five-alive portfolio | schlimmer geht immer

Wir haben Corona überstanden, wir haben den Kriegsausbruch vor unserer Haustür überstanden, schauen wir mal, wie es mit der langerwarteten Zinswende und der Inflation wird. Zumindest haben wir im five-alive portfolio vorsorglich schon eine entsprechende Depotstruktur aufgebaut, mit vermeintlich langweiligen, aber soliden Werten wie Nestlé, Zurich Versicherung, McDonald´s oder DEFAMA. Letztere hat jüngst etwas geschwächelt, was nicht dramatisch ist, aber führ einen erneuten Führungswechsel an der Spitze unseres Depots sorgte. Primus inter pares ist wieder einmal mehr unsere Werkskantine McDonald´s!

 

five-alive portfolio 2022

 

Gut entwickelt hat sich unsere Dividendenstrategie, nicht zuletzt auch aufgrund üppig angehobener Auszahlungen durch die entsprechenden Aktengesellschaften. Dennoch werden wir auch weiter in Unternehmen ohne (nennenswerte) Dividendenausschüttung investieren, wie beispielsweise Alphabet (ex Google), Berkshire Hathaway (Warren Buffett) oder BioNTech. Der Deckungsbeitrag durch die Dividendeneinnahmen entwickelt sich dabei wunschgemäß. Unser Aktienkurs momentan leider nicht so ganz.

Micky Maus 26 1991

Vom Hoch, Anfang Januar, bei 1,354 €/Aktie haben wir knapp 18% verloren, und notieren zum Halbjahresschluss bei 1,111 €/Aktie. Auf Halbjahressicht notieren wir 17,3 Prozent tiefer als Ende Vorjahr. Damit sind wir DAX-konform (-19%) und halten uns besser, als der ein oder andere Aktienfonds den man aus den Medien kennt. Manche Promi-Investoren erlitten im Vergleichszeitraum einen doppelt bis dreimal so hohen Verlust wie wir, um nicht zu sagen: sie haben rund die Hälfte des ihnen anvertrauten Vermögens verloren.

So gesehen kommt die gerade laufende Kapitalerhöhung der five-alive portfolio AG auf dem ermäßigten Kursniveau gerade zur rechten Zeit.

Nach derzeitigen Stand der Dinge werden die neuen Gelder wohl komplett oder zum größten Teil in die Schweiz fließen. Nichtsdestotrotz freuen wir uns aber auch auf die Börsengänge der Porsche AG im vierten Quartal 2022 und der ARM Holding in 2023 und werden entsprechend Liquidität dafür bereit halten.

Verglichen mit der sagenhaften Non-Performance manch schillernder Börsen-Prominenz und in Anbetracht der weltwirtschaftlichen Gemengelage mit Corona, Krieg und Elend, Mangelwirtschaft und Inflation, bin ich mit unserer moderaten Entwicklung im ersten Halbjahr 2022 zwar nicht glücklich, aber durchaus zufrieden. Denn wie sagt unsere Aufsichtsrätin immer so schön: “Schlimmer geht immer!“ Und das haben uns ja gerade einige namhafte Aktienfonds wunderbar vorexerziert. Bleiben wir also wachsam!

Chart: market-maker Image: Micky Maus Heft 26, 1991