GoingPublic | die Party geht weiter

Erst das Blatt, dann der Verleger. Dieser Tage feierte das GoingPublic Magazin sein zwanzigjähriges Bestehen und der Verleger, Markus Rieger, seinen Geburtstag. Über sein Alter wollen wir hier respektvoll schweigen. Beiden Jubilaren aber auch an dieser Stelle noch einmal: „Herzlichen Glückwunsch!“

Auch wenn die jüngsten Zahlen zum 3. Quartal die Stimmung derzeit trüben – die Party geht weiter! Die 1998 gegründete GoingPublic Media AG wird nächstes Jahr stolze 20 Jahre alt! Und es klingt hoffentlich nicht vermessen, bei diesem Anlass an eine Jubiläumsdividende zu denken. Schließlich hat der Vorstand bereits, wie von five-alive zuvor schon vermutet, zur diesjährigen Hauptversammlung (HV) auch „dauerhaft attraktive Ausschüttungen“ in Aussicht gestellt. Und dem Jubiläum sei Dank, könnten neben den operativen Erträgen auch mal die Rücklagen zur Ausschüttung verwendet werden.

Die Rücklagen werden für das operative Geschäft nicht benötigt, und Akquisitionen standen in der jüngsten Vergangenheit auch nicht wirklich auf dem Plan, warum das genehmigte Kapital bei der letzten HV auch nur halb so hoch beschlossen wurde, wie möglich gewesen wäre. Es gab und gibt halt keinen akuten Bedarf.

In eben genannter Pressemeldung zum dritten Quartal (Q3) wurde für die ersten neun Monate in der AG ein Verlust von 0,11 EUR/Aktie gemeldet. Auf das Gesamtjahr bezogen rechnet man bei GoingPublic aber weiterhin mit einen ausgeglichen Ergebnis, was aufgrund des meist starken vierten Quartals (Q4) auch realistisch ist. Historisch liefert das vierte Quartal in der Regel ein positives Ergebnis zwischen 0,10 und 0,14 EUR/Aktie, was zum Ausgleich der aufgelaufenen Verluste reichen sollte.

Das Ergebnis pro Aktie für das Gesamtjahr 2017 siedeln wir bei 0,02 EUR/Aktie an, was das KGV bei einem Kurs von 3,00 EUR auf unappetitliche 150 steigen lässt. Für das Folgejahr 2018 sind wir wieder zuversichtlicher, da der in Q3 gemeldete Verlust mit einem Einmaleffekt durch die Umstellung im Rechnungswesen begründet ist. Das Ergebnis sollte 2018 dann wieder auf ein Niveau um 0,12 EUR/Aktie steigen.

Bei der Dividende erwarten wir in 2018, dem schwachen Ergebnis geschuldet, einen Griff in die Rücklagen. Diese sind im letzten Geschäftsbericht mit 130.000 EUR an Kapitalrücklagen und rund 866.000 EUR an Bilanzgewinn angegeben. Das macht insgesamt 996.000 EUR, oder bei 900.000 ausgegebenen Aktien einen Anteil von 1,106 EUR/Aktie. Genug also, um das 20. Bestehen der GoingPublic Media AG gebührend mit den Aktionären zu feiern und beispielsweise 0,20 EUR Dividende pro Aktie auszuschütten.

Beim derzeitigen Kurs von 2,64 EUR käme man hypothetisch auf eine Dividendenrendite von 7,5 Prozent. Für das Jahr 2019 erwarten wir, dann wieder aus soliden operativen Erträgen gespeist, eine Dividende von 0,10 EUR/Aktie, was auf den derzeitigen Kursniveau immer noch ein Rendite von 3,8 Prozent bedeuten würde.

Einen Dividendenausfall für das bald endende Geschäftsjahr halten wir aufgrund des anstehenden Jubiläums und der früheren Bekenntnisse des Vorstands zu dauerhaft attraktiven Ausschüttung für unwahrscheinlich.

Wahrscheinlicher, oder zumindest weniger überraschend für uns, wäre zum Jahreswechsel – nach BondGuide und Die Stiftung – vielleicht mal wieder ein (Teil-)Verkauf eines Geschäftsbereiches. Vielleicht diesmal die Unternehmeredition und die Life Sciences Plattform?

Dieser Artikel erschien auch bei GSC Research als Blogbeitrag.

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Image: GoingPublic Media AG