GoingPublic | Sondereffekt erhöht Gewinn und Dividende

GoingPublicDie GoingPublic Media AG, München, veröffentlicht anlässlich der 58. m:access Analystenkonferenz am 17.03.2016 ihre vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2015. Während der Umsatz um 5,5 Prozent auf 2,77 Mio. Euro zulegte, stieg das Ergebnis auf Ebene EBITDA in der AG um stolze 56 Prozent, von 150 TEUR in 2014 auf 234 TEUR im Geschäftsjahr 2015. Der Jahresüberschuss stieg im selben Zeitraum von 27 TEUR auf 124 TEUR in der AG.

Da die einzelnen Publikationen bzw. Konzerntöchter wie Smart Investor Media GmbH (Beteiligungsquote: 90%), oder die „DIE STIFTUNG“ Media GmbH (Beteiligungsquote: 100%) rückläufige Gewinne, respektive sogar Verluste ausweisen, kann man davon ausgehen, dass der kräftige Gewinnanstieg in der AG auf einen Sondereffekt aus dem Verkauf der BondGuide Media GmbH zurückzuführen ist, zu dessen Verkaufserlösen seinerzeit keine Angaben gemacht wurden (five-alive kommentierte).

Im Einzelnen wurde für die Smart Investor Media GmbH ein Umsatzanstieg von 3,6 Prozent auf 740 TEUR und ein rückläufiger Jahresüberschuss vor Steuern von 101 TEUR (Vj. 113 TEUR) gemeldet. Die „DIE STIFTUNG“ Media GmbH musste erstmals, bedingt durch einen zehnprozentigen Umsatzrückgang auf rund 780 TEUR, einen Verlust in Höhe von 18 TEUR (Vj. +93 TEUR) hinnehmen.

Das Konzernergebnis konnte bei nahezu gleichbleibenden Umsätzen von ca. 4.2 Mio. Euro, entsprechend der GoingPublic Meida AG auch auf Konzernebene kräftig zulegen und wird mit 124 TEUR (Vj. 19 TEUR) ausgewiesen. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag laut GoingPublic auf 580 TEUR deutlich unter den Vorjahreswert von 647 TEUR. Der Vorstand schlägt trotz rückläufiger Barmittel eine Dividendenerhöhung um 50% von 0,10 auf 0,15 Euro vor. Das entspricht beim derzeitigen Kurs von rund 3,00 Euro einer Dividendenrendite von satten fünf Prozent.

Dass die Dividende nicht schon im Vorjahr höher ausfiel, war der kaufmännischen Vorsicht geschuldet. Die Motivation für die anstehende Dividendenerhöhung dürfte u.a. in der Umstrukturierung des Aktionariats der GoingPublic Media AG liegen. Immerhin hat der Vorstand und Gründer, Markus Rieger, in 2015 sich erneut zum Unternehmen bekannt und in erheblichen Umfang die Aktien des ausgeschiedenen Aufsichtsrates und Großaktionärs Falk Strascheg übernommen, so dass sich sein Anteil an der GoingPublic AG auf 37,8% erhöhte. Das möchte finanziert, oder zumindest angemessen verzinst werden. Wirtschaftlich gesehen ist die Dividendenerhöhung auf dann 135.000 Euro unproblematisch bei einen Gewinn in der AG von 234.000 Euro und Barmittel von 647.000 Euro, und dürfte bei gleichbleibender Geschäftsentwicklung auch ohne Sondereffekte im kommenden Jahr auf mindestens diesem Niveau zu halten sein.

Das nicht mehr ausgeschüttet wird, erklärt sich mit der tendenziell expansiv ausgerichteten Unternehmensstrategie bei GoingPublic. Sofern sich Möglichkeiten bieten, die strukturell, inhaltlich und preislich passen, ist man in München auch gewillt, Geld in die Hand zu nehmen und die Weiterentwicklung der GoingPublic Gruppe voranzutreiben. Beleg dafür ist der Erwerb der „Zeitschrift für Familienunternehmen und Stiftungen“ (FuS) vom Bundesanzeiger Verlag, welcher den Geschäftsbereich „Unternehmeredition“ bei GoingPublic stärken soll. Herausgeber bleibt die Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz aus Stuttgart. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde geschlossen.

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Diesen Artikel kann man auch als Gastbeitrag bei GSC Research und FinanzNachrichten.de lesen.

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Der Autor, oder ihm nahestehende Personen oder Institutionen halten derzeit Aktien der oben genannten Unternehmen oder planen ggf. entsprechende Transaktionen in den nächsten 48 Stunden.

Image: GoingPublic Media AG