Lieber spenden, als ertrinken aus Staatsräson

Ich habe mir eigentlich nie richtig Gedanken darum gemacht, warum die deutschen Seenotretter unabhängig sind. Theoretisch könnten sie ja auch der Marine oder der Küstenwache unterstehen, statt sich, von staatlichen Einfluss unabhängig, allein via Spenden zu finanzieren.

Die Schlagzeilen dieser Tage haben mich aber davon überzeugt, dass auch in der Seenotrettung eine staatliche Beteiligung kontraproduktiv sein kann.

In Italien beispielsweise, wo sich dieser Tage die Tragödie vor Lampedusa jährt, scheint die Seenotrettung Aufgabe der staatlichen Küstenwache zu sein, und steht im Verdacht, aus Staatsräson, einen Hilferuf ignoriert zu haben.

Unabhängige, freiwillige Retter sind da eher ihrem Gewissen verpflichtet, als einen etwaigen Arbeit-, sprich Geldgeber. Und dafür gebührt den Frauen und Männern an Bord der deutschen Rettungskreuzer mein vollster Respekt.

Aber selbst wenn der Staat helfen möchte, kann er nicht immer wie er will. Denn wie wir jetzt hören, steht derzeit im vermeintlich wohlhabenden Deutschland für einen möglichen Rettungsfall in Nord- und Ostsee nur ein einziger Rettungshubschrauber zur Verfügung. Schade auch!

Offensichtlich gehen die Seenotretter mit den ihnen anvertrauten Spendengeldern wesentlich besser um, als der Bund mit unseren Steuergelder. Jedenfalls ist mir kein maroder Rettungskreuzer bekannt.

Damit das so bleibt, und die Hilfe auf See auch immer ankommt, wenn wir sie brauchen: Ihre Spende für die Seenotretter

Seenotretter

Dieser Beitrag wurde ursprünglich in der Gruppe „Die Seenotretter – DGzRS“ auf dem Karriere-Netzwerk Xing veröffentlicht.