Opera | Lichtblick in Q2 und interessierte Parteien

Opera Software Die Pressekonferenz vom 12.08.2015 zum zweiten Quartalsausweis 2015 brachte im Großen und Ganzen nichts Neues. Zwischen den Zeilen ließ sich jedoch einiges vernehmen, was aber Interpretationssache ist und nicht in jedem Fall durch Fakten belegbar.

Der Umsatz ist wieder am Steigen, besonders gegenüber Q1 2015, das Ergebnis ist positiv, wenn man Einmaleffekte, in diesem Fall wurden Restrukturierungskosten genannt, ausblendet. Eine Art der Berichterstattung, die ich persönlich nicht so mag. Ansonsten ist das Quartals- , wie auch das Halbjahresergebnis nämlich negativ! Sollten die Einmalkosten aber wirklich einmalig bleiben, wäre bei anhaltender Umsatzentwicklung wieder Licht am Ende des Tunnels.

Interessanter war da schon, was der Aufsichtsratsvorsitzende, Sverre Munck, am Ende der Präsentation zu sagen hatte, auch wenn er aus juristischen Gründen sehr herum lavierte und dennoch versuchte, etwas brauchbares ans Publikum weiterzugeben. Bei mir blieb hängen: Namen wurden nicht genannt. Interesse an Opera gab es zu jeder Zeit, aber in den letzten drei, vier Monaten ist das Interesse stärker und vor allem konkreter geworden. Um vorbereitet in etwaige Verhandlungen gehen zu können, lässt Opera nun diverse Optionen prüfen. Will vermutlich heißen: Welchen Preis können wir verlangen, bei welchen Interessenten könnten wir ggf. Eigenständigkeit bewahren, sollten wir eher Kooperieren, Fusionieren, übernommen werden etc. Sicher wird man dazu in den kommenden Wochen oder Monaten noch etwas hören. Für mein Empfinden sollte ein etwaiger Kaufpreis für Teile oder das Ganze von Opera nördlich der derzeitigen Notierung von rund NOK 54 liegen.

_____

Dieser Artikel erschien zuvor als Kommentar zum „five-alive“ wikifolio, „five-alive wireless“ wikifolio und „five-alive plus“ wikifolio, sowie als Diskussionsbeitrag bei wallstreet:online.

Image: Wikimedia.org