Samwer-Brüder | Rubikon für Kinnevik längst überschritten

Das Blätterrauschen rund um die möglichen Börsengänge der Samwer-Brüder nimmt zu – die Skepsis aber auch, wie man exemplarisch am aktuellen manager magazin 7/2014
sehen kann.

five-alive hatte bereits früh reagiert und mit dem Artikel „Millicom | kein so klarer Kauf“ im April 2013 frühzeitig gewarnt. Damals wurde bekannt, dass sich Millicom in gefährlich hohen Maße in Unternehmungen der Samwer-Brüder engagieren will. Und was für Millicom galt, gilt natürlich erst recht für die Mutter Investment AB Kinnevik, deren Kurs in Folge der Samwer-Kuscheltour ebenfalls unter Druck geriet.

Heute sieht man die Sache bei Kinnevik wohl ähnlich, wie wir sie bei five-alive schon im April 2013 gesehn haben. Zum einen hat die für den Zalando-Deal verantwortliche Managerin und damalige Kinnevik-Chefin, Brunell Livfors, zwischenzeitlich die Brücke verlassen, zum anderen wurde die Samwer-Verbindung zur Chefsache der Kinnevik-Erbin und Aufsichtsratschefin Cristina Stenbeck gemacht. Allerdings scheint der Rubikon für Kinnevik längst überschritten und Cristina Stenbeck kann sich derzeit nur noch in Schadensbegrenzung üben.

Den Aktien von Millicom und Kinnevik kommt die neue Sachlichkeit sehr zupass, denn der Markt goutiert offensichtlich schon mal die nun gezügelte Zalando-Euphorie der Schweden. Seit Mai 2014 kann sich die Kinnevik-Aktie wieder erholen. Der Kurs der Milicom-Aktie beendete sein Talfahrt bereits im August 2013, konnte aber seit dem keine neuen Höchstkurse mehr erklimmen.