Swissquote | im charttechnischen Nirvana

SwissquoteDie Einschätzung von Ende Januar war vorerst nicht falsch – schließlich schoss die Aktie von CHF 22 binnen kürzester Zeit auf über CHF 31. Ein Anstieg von stolzen 43 Prozent! Der letzte Quartalsausweis war allerdings mehr als nur ernüchternd – und das nicht nur in Bezug auf die Rückstellungen wegen des SNB-Entscheids.

Während andere Online-Broker im operativen Geschäft glänzen, was sich auch an deren Charts ablesen lässt (s. bspw. comdirect od. Nordnet), bekommt Swissquote, trotz leichten Umsatzanstieg, die PS nicht auf die Straße, und weist erstmals in der Unternehmensgeschichte keinen Reingewinn zum Halbjahr aus. Der Kurssturz der letzten Tage hat dann auch die Aktie ins charttechnische Nirvana geschickt, während die Konkurrenz weiter auf Klettertour zu neuen Höchstständen ist, und ihre jeweiligen Aufwärtstrends pflegt.

Wurde hier zuletzt getitelt: „Swissquote | Schweizer Leader auf Tauchstation“, könnte man jetzt sagen „Swissquote |The Abyss“ (engl. für Der Abgrund). Abwarten bis sich fundamental oder charttechnisch klarere Zeichen auf Besserung zeigen ist nicht die schlechteste Handlungsmaxime im Falle Swissquote, sofern man kein hartgesottener Antizykliker ist, und den Titel jetzt schon einsammeln will.

swissquote
Swissquote | Chart: Market Maker

Update 03.09.2015:


_____

Dieser Artikel erschien zuvor als Diskussionsbeitrag bei Deutschlands führende Finanz-Community wallstreet:online

Image: Wikimedia.org