Schlagwort-Archive: comdirect

Geschäftskonten | neue Anbieter

Die comdirect bank bietet schon länger Dienste für Geschäftskunden an, doch zielte das Angebot bisher vornehmlich auf Vermögensverwalter. Seit der Übernahme von OnVista bewirbt man nun auf der eigenen Webseite, und dort bisher auch nur in homöopathischen Dosen, die Depotführung für Geschäftskunden.

Aus eigener Erfahrung können wir bei five-alive sagen, dass die Depoteröffnung selbst für eine Aktiengesellschaft (AG) erfrischend schnell und unbürokratisch abläuft. Die Konditionen für die Depotführung sind vergleichbar mit denen der Privatkunden. Ein reines Verrechnungs- bzw. Girokonto für Geschäftskunden findet sich bei comdirect derzeit jedoch nicht im Angebot.

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Swissquote | im charttechnischen Nirvana

SwissquoteDie Einschätzung von Ende Januar war vorerst nicht falsch – schließlich schoss die Aktie von CHF 22 binnen kürzester Zeit auf über CHF 31. Ein Anstieg von stolzen 43 Prozent! Der letzte Quartalsausweis war allerdings mehr als nur ernüchternd – und das nicht nur in Bezug auf die Rückstellungen wegen des SNB-Entscheids.

Während andere Online-Broker im operativen Geschäft glänzen, was sich auch an deren Charts ablesen lässt (s. bspw. comdirect od. Nordnet), bekommt Swissquote, trotz leichten Umsatzanstieg, die PS nicht auf die Straße, und weist erstmals in der Unternehmensgeschichte keinen Reingewinn zum Halbjahr aus. Der Kurssturz der letzten Tage hat dann auch die Aktie ins charttechnische Nirvana geschickt, während die Konkurrenz weiter auf Klettertour zu neuen Höchstständen ist, und ihre jeweiligen Aufwärtstrends pflegt.

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Online-Broker | ein kleiner Vergleich

BörseDie durchschnittliche Depotgröße bei comdirect liegt laut Februar-Zahlen bei 37.000 EUR. Nordnet, der Marktführer in Skandinavien, kommt auf 42.000 EUR/Depot. Und der Schweizer Leader Swissquote kommt laut Präsentation zum Jahresabschluss sogar auf eine Einlage von 59.000 EUR/Tradingkonto zum Jahresende.

Ob die Begründung für die Differenz nun bei den vermeintlich reichen Schweizern zu suchen ist, oder eher beim Stichwort Fluchtgeld bzw. sicherer Hafen, bleibt dabei offen und ist nicht weiter belegt. Aussagekräftiger für potentielle Investoren sind da schon eher die anderen Kennzahlen, wie etwa das KGV oder die Dividendenrendite.

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Swissquote | Schweizer Leader auf Tauchstation

SchweizDer steile Absturz der Swissquote Aktien von 32 auf 22 Chf bietet eine willkommene Einstiegsmöglichkeit. Auch wenn einige Marktbeobachter aufgrund der jüngsten Währungsturbulenzen ihre Ergebnisprognosen für 2015 drastisch reduziert haben, so kommt man mit Blick auf 2016/2017 derzeit zu einer recht moderaten Bewertung mit einem KGV von 10,1 respektive 6,8 für die Swissquote Aktie. Ob die Prognosen für 2015 wirklich so stark reduziert werden müssen, wie einige Analysten dies jetzt taten, bleibt noch abzuwarten. Swissquote selber geht von keinen Belastungen durch den SNB-Entscheid aus, und bildete jetzt nur Rückstellungen für in Schieflage geratene Kundenkonten – was im Zweifelsfall dann aber doch aufs Ergebnis durchschlagen würde.

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sino AG | nicht Fisch, nicht Fleisch

Bereits im September 2013 habe ich im Artikel ‚Low Price Broker schwebt – High End Broker klebt‘ das auf Heavytrader abzielende Geschäftsmodel der sino AG in Frage gestellt. Die zwischenzeitliche Entwicklung, besonders im Hinblick auf die jüngste Gewinnwarnung, gibt mir vorerst recht. Das es im Online Brokerage auch anders geht, zeigt zum einen die im o.g. Artikel erwähnte Nordnet aus Schweden, wie auch die Norddeutsche Commerzbank-Tochter comdirect, welche gerade erst wieder steigende Zahlen aus dem operativen Geschäft zu vermelden hatte.
sino
Ebenfalls im September 2013 verkündete die sino AG die komplette Einbringung der tick-TS AG als Sacheinlage, mit entsprechend positiven Auswirkungen auf das Eigenkapital und die künftige Ergebnisentwicklung der sino AG, was aus meiner Sicht für eine Neuausrichtung und -bewertung der sino AG sprach. Als der Vorstand dann zur Hauptversammlung(HV) im März 2014 die Quartalszahlen bekannt gab, war klar, dass die positiven Effekte der Sacheinlage kein Einmal-Effekt zum Jahresabschluss 2013 waren, sondern sich im folgenden, jetzt laufenden, Geschäftsjahr fortsetzen. Der Vorstand hatte geliefert und legte sogar noch nach, als er im Rahmen der HV ankündigte, dass auch das laufende Jahr mit vergleichbaren Ergebnissen schließen werde und auch eine ähnlich hohe Dividende (0,30 bis 0,43) wie für das Vorjahr (0,55) angestrebt werde. Die Neubewertung der Aktie schien perfekt, bis zur Gewinnwarnung vom 01.09.2014, nach welcher die Aktionäre wahrscheinlich schon froh sein dürften, wenn die Dividende wenigstens noch bei 0,20 bis 0,25 €/Aktie liegt. Das war es dann erst mal mit der Neubewertung der sino AG.

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