YOC AG | ein Mann will nach oben

YOC AG
Letzte Woche fragte ich beim Vorstand der YOC AG an, ob es Gedankenspiele gibt, das jüngst aufgenommene Fremdkapital in absehbarer Zeit in Eigenkapital, sprich Aktien, umzuwandeln. Eine Antwort blieb man mir zwar (wohl auch aus juristischen Gründen) schuldig, aber die gestrige Pressemeldung bestätigt dann meine Vermutung, wird doch ein Gesellschafterdarlehen in der Literatur auch gern als Eigenkapital betrachtet.

Da mir neben der Kapitalbeschaffung auch die neue Aufsichtsratsbesetzung gefällt, lässt sich ein Investment in die YOC AG als Vertrauensbeweis an den amtierenden Vorstand und Gründer der YOC AG, Herrn Dirk Kraus, zumindest in Maßen, verantworten. Schließlich zeigen die Maßnahmen seit Herr Kraus wieder im Amt ist, dass es wieder aufwärts geht mit der YOC AG, was sich auch am Aktienkurs zeigt, welcher vom Tief bei 0,67 EUR wieder auf bis zu 4,70 EUR hoch schoss. Man merkt deutlich, der Mann will mit der YOC AG wieder nach oben.

Nachtrag: Die Aktien der YOC AG finden sich jetzt auch in unserem five-alive wikifolio und seit März auch im five-alive portfolio.

Zum  five-alive wikifolio  https://www.wikifolio.com/de/WIKIFIVE

2 Gedanken zu „YOC AG | ein Mann will nach oben“

  1. Ich kann ihre Aussagen hier zum Zeitraum seit Oktober 2013 bis Mai 2014 nicht nachvollziehen. Denn dies ist die Zeit, seitdem Dirk Kraus „wieder im Amt ist.“ Zuvor saß dort ein anderer Vorstand.

    Sie als Blog schreiben im Februar 2014:

    „Schließlich zeigen die Maßnahmen seit Herr Kraus wieder im Amt ist, dass es wieder aufwärts geht mit der YOC AG, was sich auch am Aktienkurs zeigt, welcher vom Tief bei 0,67 EUR wieder auf bis zu 4,70 EUR hoch schoss. ….“

    Ich lese jetzt im Mai 2014 – nur 3 Monate später aber was Anderes:

    Yoc, 1. Quartalsbericht 2014, Bericht zum 1. Quartal, S. 3:

    „… Der Umsatz weist damit eine im Vergleich zum Vorjahr … unbefriedigende Umsatzentwicklung aus.“ Weiterhin ist davon die Rede, dass der positive Eigenkapitaleffekt von einem Forderungsabtritt herrührt. Maßnahmen, die in erster Linie auf höhere Erträge abzielen, hat das Unternehmen meinem Verständnis des Berichtes offenbar nicht umgesetzt.

    Ergo: Yoc selbst räumt im Gegensatz zu Ihrer Darstellung ein, dass es nicht läuft, wie erwartet.

    „Weitere positive Entwicklungen …. sind die Eröffnung eines zweiten deutschen Standortes in Düsseldorf…“

    Ergo: KOSTEN.

    „Des Weiteren wurden Schlüsselpositionen mit starken Persönlichkeiten besetzt…“

    Ergo: KOSTEN…

    Yoc 1. Quartalsbericht 2014, Bericht zum 1. Quartal, S.4

    „.. In den kommenden Monaten werden wir sukzessive neue Produkte bzw. Plattformen einführen…“

    ERGO: KOSTEN (Produkteinführung = Marketing)

    Die Kernfrage einer positiven Entwicklung: Wie und wann sollen Umsätze und Gewinne erzielt werden? Darauf gibt der Beitrag keine nachvollziehbare Antwort.

    Frage an Sie als Blog:

    Die öffentlich zugänglichen Informationen liefern keinerlei Anhaltspunkte für eine derart positive Einschätzung. Auf welcher Informationsbasis haben Sie eine solche im Februar 2014 dennoch getroffen?

    1. Danke der Nachfrage. Mein Kommentar bezog sich nur auf die bis Februar 2014 eingeleiteten Maßnahmen von Herrn Kraus, sowie auf die dazu korrespondierende Kursentwicklung der YOC Aktie im selben Zeitraum. Über die wirtschaftliche Entwicklung der YOC AG im ersten Quartal 2014 war, wie Sie richtig feststellen, im Februar naturgemäß noch gar nichts bekannt.

      Auch war die Fundamentalanalyse hier nicht Thema des Artikels. Etwaiges Zahlenmaterial aus Bilanz oder GuV sucht man deshalb vergeblich.

      Daher ist es jetzt müßig, Ihre Interpretation der objektiven Quartalszahlen vom Mai 2014 mit meiner subjektiven Einschätzung der Ambitionen von Herrn Kraus im Februar 2014, ein viertel Jahr zuvor, zu vergleichen. Zumal ein viertel Jahr an der Börse eine lange Zeit sein kann.

      Von „eine[r] derart positive Einschätzung“ gegenüber der YOC Aktien kann nicht die Rede seine, bei Formulierungen wie „lässt sich ein Investment in die YOC AG … zumindest in Maßen, verantworten“. Manch Leser unterstellte mir dabei damals eher das Gegenteil.

      Unsere weitere Einstellung zur YOC AG konnte man im übrigen öffentlich via twitter und wikifolio mitverfolgen.

      Es tut mir leid, wenn meine Formulierungen Sie irritiert haben. Ich hoffe dennoch, Sie bleiben uns auf dem einen oder anderen Kanal (five-alive, twitter, wikifolio etc.) gewogen. Letztendlich lebt die Börse ja auch davon, dass nicht alle Anleger der selben Meinung sind.

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